Wann ist eine staatliche Förderung für Unternehmer sinnvoll…und wann nicht?

Wann ist eine staatliche Förderung für Unternehmer sinnvoll…und wann nicht?

17. August 2026 · Giuseppe Gambino Giuseppe Gambino

Von Giuseppe Gambino

Eine staatliche Förderung macht dann Sinn, wenn sie einen tatsächlichen Mehrwert bietet.

Die kann in unterschiedlichen Formen erfolgen:

1. Fördermittel in Form von nicht rückzahlbaren Zuschüssen oder sehr zinsgünstiger Darlehen bei anstehenden Investitionen.

Der Vorteil hierbei ist der, daß das Unternehmen seine Liquidität schont und unter Umständen die Rendite, bei richtiger Anlage der Rücklagen, höher ist, als der zu zahlende Zins für das Förderdarlehen. Hinzu kommt die Möglichkeit, die Rückzahlung des Darlehens zu einem späteren Zeitpunkt zu beginnen. Auch das schont zunächst die Liquidität.

2. Steuerfreie Rendite bei bestimmten Investitionen zur Bildung von Rücklagen

Hierbei sprechen wir von einer indirekten Förderung, die aber eine erhebliche Wirkung hat.

Erstes Beispiel: Investition 100.000,-€, 10 Jahre, 6 % Rendite p.a.

Ergebnis nach Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag ca. 154.000,-€

Ergebnis bei steuerfreier Auszahlung ca. 179.000,-€

Die Wirkung verstärkt sich mit zunehmender Dauer und höherer Rendite

Zweites Bespiel: Investition 100.000,-€, 15 Jahre, 8 % Rendite p.a.

Ergebnis nach Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag ca. 177.000,-€

Ergebnis bei steuerfreier Auszahlung ca. 216.000,-€

Drittes Beispiel: Monatliche Investition für den Ruhestand 1000,-€, Dynamik 3%

Dauer 25 Jahre,  Rendite 6% p.a.

Ergebnis nach Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag ca. 739.000,-€

Ergebnis bei steuerfreier Auszahlung ca. 908.000,-€

Viertes Beispiel: Monatliche Investition für den Ruhestand 1000,-€, Dynamik 3%

Dauer 25 Jahre, Rendite 8% p.a.

Ergebnis nach Kapitalertragsteuer zzgl. Solidaritätszuschlag ca. 895.000,-€

Ergebnis bei steuerfreier Auszahlung ca. 1.200.000,-€

Es macht auf jeden Fall Sinn zu prüfen inwiefern eine Besteuerung der Erträge greift oder nicht!

Es macht wenig Sinn in Produkte zu investieren, die einen vermeintlichen Steuervorteil in der Investitionsphase bieten, bei Auszahlung aber dann nachgelagert versteuert werden müssen! Hinzu kommen unter Umständen Abgaben an die Krankenversicherung.

Das bekannteste Beispiel:

Die Rüruprente

Zentrale Nachteile der Rürup-Rente

Fazit: Auch vermeintlich geförderte Finanzprodukte können mit erheblichen Nachteilen behaftet sein. In der Praxis zeigt sich häufig, dass viele hier aufgrund des vermeintlichen  Steuervorteils nicht weiter nachrechnen, was aber durchaus Sinn macht.

Deshalb: Lassen sie alle Optionen prüfen um alle sinnvollen Förderungen zu nutzen. Gerne könne Sie uns bei Fragen kontaktieren.

Giuseppe Gambino

Giuseppe Gambino

Fördermittelexperte in Zusammenarbeit mit QFP – Qualifizierte Förderprogramme

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