Von TMT
Künstliche Intelligenz ist inzwischen in fast jedem Unternehmen ein Thema. ChatGPT wird ausprobiert, Mitarbeitende nutzen unterschiedliche Werkzeuge und irgendwann fällt zwangsläufig der Satz: „Wir müssten eigentlich auch mal schauen, was wir mit KI machen können.“
Die Frage ist nur: Wo fängt man an?
Aus unserer Sicht am besten nicht bei der KI selbst, sondern bei den Dingen, die im Arbeitsalltag Zeit kosten. Wo suchen Mitarbeiter immer wieder nach Informationen? Welche Fragen werden ständig aufs Neue beantwortet? Wo werden Daten aus verschiedenen Quellen zusammengesucht? Und welche Aufgaben laufen eigentlich immer nach einem ähnlichen Muster ab?
Genau dort lohnt es sich, genauer hinzuschauen.
Ein Beispiel dafür ist der KI-Assistent „Luise“, den wir für die Luisenburg-Festspiele umgesetzt haben. Rund um einen Festspielbesuch gibt es viele Fragen, die immer wieder gestellt werden: zum Programm, zu Tickets oder zum Besuch selbst. Der Assistent kann solche Fragen auf Basis der vorhandenen Informationen beantworten und damit gleichzeitig das Kartenbüro entlasten.
Das ist ein recht offensichtlicher Anwendungsfall. In Unternehmen liegen die Möglichkeiten aber oft weniger sichtbar. Vielleicht steckt viel Zeit in der Suche nach technischen Dokumentationen. Vielleicht müssen für Angebote immer wieder Informationen aus verschiedenen Quellen zusammengesucht werden. Oder Wissen ist zwar vorhanden, aber auf Laufwerken, in Dokumenten und in den Köpfen einzelner Mitarbeiter verteilt.
Nicht jedes dieser Probleme muss am Ende mit KI gelöst werden. Manchmal ist eine einfache Automatisierung oder eine andere Softwarelösung die bessere Wahl. Deshalb sollte man sich vorher ansehen, wie häufig eine Aufgabe vorkommt, wie viel Aufwand sie verursacht, welche Daten dafür benötigt werden und was eine Lösung tatsächlich verbessern soll.
Auch Datenschutz und Sicherheit spielen dabei eine Rolle. Gerade wenn interne Informationen verarbeitet werden sollen, muss klar sein, welche Daten genutzt werden dürfen und wo diese verarbeitet werden.
Bei TMT beschäftigen wir uns deshalb zunächst mit dem konkreten Anwendungsfall und nicht mit der Frage, welches KI-Modell gerade am meisten Aufmerksamkeit bekommt. Daraus können ganz unterschiedliche Lösungen entstehen, vom Assistenten für Kunden oder Mitarbeiter über die Recherche in eigenen Datenbeständen bis hin zur Unterstützung bei wiederkehrenden Abläufen.
Wer sich mit KI im eigenen Unternehmen beschäftigen möchte, kann deshalb relativ einfach anfangen: einmal durch den eigenen Arbeitsalltag gehen und schauen, wo regelmäßig Zeit mit Suchen, Zusammenstellen, Prüfen oder wiederkehrenden Fragen verloren geht.
Dort könnte sich ein genauerer Blick lohnen.